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Bücher über kleine, große und fremde Welten

Die Elfen von New York

Wer würde nicht dumm aus der Wäsche gucken, wenn plötzlich zwei winzige Feen in die eigene Wohnung fliegen und sich dort volltrunken auf den Teppich erbrechen würden? Dabei hatten Heather MacKintosh und Morag MacPherson doch nichts Böses im Sinn, als sie in ihrer Heimat Schottland ein Stück aus der berühmten McLeod-Flagge schnitten, um sich damit zuzudecken. Doch der Zorn des MacLeod-Clans ist nicht so leicht zu bändigen und so landen die beiden Distelfeen auf ihrer Flucht mitten in New York.

Ihr unfreiwilliger Gastgeber Dinnie – faul, schlechtgelaunt und immer pleite – ist über ihren spontanen Besuch nicht unbedingt erfreut. Die bildhübsche aber schwerkranke Kerry, in die Dinnie heimlich verliebt ist, dafür umso mehr, denn sie weiß genau, dass Feen hilfsbereite Wesen sind, die über erstaunliche magische Kräfte verfügen. Jedenfalls wenn sie nüchtern sind. Doch auch nach dem einen oder anderen Glas Whisky kommen Heather und Morag diverse „gute Ideen“, die das Leben der Menschen verbessern könnten…

Elfenchaos im Big Apple

Die beiden streitsüchtigen Feenfreundinnen sind jedoch nicht die einzigen Elfenwesen, die New York unsicher machen. Mit ihnen sind die Kinder des irischen Elfenkönigs Tala und eine Gruppe irischer Rebellen in New York eingetroffen. Mit ihrer etwas unkonventionellen Art erregen die Elfen von der Insel schnell Aufmerksamkeit bei den chinesischen, den italienischen und auch den ghanaesischen Elfen. Nicht zu vergessen die königliche Armee Irlands, die eifrig nach den flüchtigen Volksverrätern sucht. Und zu guter Letzt gibt es auch noch die New Yorker Obdachlosen Magenta und Joshua, die zwar grundsätzlich etwas verwirrt erscheinen, deren Kenntnisse in Sachen Kriegsstrategie und Schlachtplanung jedoch unersetzlich sind.

„Sie wollen doch nur dein Bestes“

Feen seien hilfsbereite und gütige Wesen sagt man gemeinhin. Dem sei erstmal nichts hinzuzufügen, jedenfalls solange man nicht hinterfragt, aus welchen Beweggründen sie helfen wollen und auf welche Weise. Denn Methoden und Hintergründe mögen hier und da etwas absonderlich erscheinen. Hilfsbereitschaft in nicht ganz uneigennütziger Absicht dürfte den Fischen aber nicht neu sein. Insofern fühlen sie sich zwischen den beiden Flügelschotten, die im Laufe der Geschichte diverse mehr oder weniger aufwändige Hilfsprojekte verfolgen, sicher wohl. Und bei aller Sturheit, bei allem Egoismus und Opportunismus und bei aller Streitsucht, die die beiden an den Tag legen, wollen sie ja wirklich nur das Beste. Und am Ende auch ganz ehrlich für die anderen.

Interessiert? Hier die Fakten:

Titel Die Elfen von New York
Autor Martin Millar
Seiten 295
Ausstattung Taschenbuch
Verlag dtv
Jahr 6. Aufl. 2006 (Originalausgabe: London, 1992)

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