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Bücher über kleine, große und fremde Welten

Am Rande wohnen die Wilden

In „Am Rande wohnen die Wilden“ geht es um eine Expedition der Mornen an den Rand der Galaxis. Sie wollen die dort entdeckten Planeten und deren möglicherweise intelligente Bewohner untersuchen. Dort angekommen, nehmen sie Kontakt zu den „Wilden“ auf – und müssen feststellen, dass die Menschen intelligent sind und trotzdem mit Millionen Bakterien, Tieren und Pflanzen auf ihrem Planeten leben. Ganz anders, als ihr eigenes Leben aussieht.

Hygienisch reine Welt

Die Entwicklung der Mornen hat sie die Natur überwinden lassen, es gibt keine Pflanzen mehr, keinen noch so kleinen Bach, der nicht begradigt ist. Manche der Mornen finden, dass ein bisschen mehr „Ungestümes“ gut wäre für ihre Welt, andere rufen sofort nach Eliminierung, wenn sich nur ein winziges Pflänzchen zeigt.

Einer dieser Naturfeinde ist Faunian, Wissenschaftler und Leiter der Expedition an den Rand der Galaxis. Er findet natürliches Wachstum eklig, widerwärtig und für ihn gibt es nichts Höheres in der Entwicklung, als die geordnete Welt, in der er lebt. Seine Partnerin, Cosita, liebt ihn, aber manchmal ist er ihr zu engstirnig und extrem.

Faunian kann sich nicht erklären, wie eine Planetenbevölkerung so „merkwürdig“ leben kann, wie es die Menschen tun. Ihr Verhalten, ihr Leben, einfach alles, widerspricht seiner Vorstellung, wie ein intelligentes Lebewesen sich in seinem Habitat einrichtet.

Das Unglück

Und ausgerechnet Faunian ist es, der widerwillig anerkennen muss, dass dem doch so ist. Er erlebt es täglich bei dem Besuch der Erde. Und dann passiert es: Der Besuch kommt zum dramatischen Höhepunkt, als im vietnamesischen Dschungel ein Baum auf ein Expeditionsfahrzeug der Mornen fällt und er und zwei seiner Gefährten verletzt und die Schutzanzüge zerstört werden. Die Mornen sind der bakteriengesättigten Luft ausgesetzt, ihr Leben in Gefahr. Menschliche und mornische Ärzte kämpfen um das Überleben der intergalaktischen Gäste – bis nur noch eine Lösung bleibt: ein Blutaustausch, damit die Mornen die menschlichen Abwehrkräfte erhalten und überleben können.

Der Versuch gelingt, aber  mit weitreichenden Konsequenzen. Faunian und seine beiden Mitstreiter können nie wieder ihre Heimat ohne Schutzanzug betreten. Sie würden ihre Mitbürger gefährden. Schweren Herzens entschließen sie sich, auf der Erde zu bleiben. Cosita bleibt bei ihrem Mann. Und der akzeptiert am Ende sein Schicksal und die Weisheit, dass nicht nur seine Sicht der Dinge die richtige ist. (ms)

Interessiert? Hier die Fakten:

Titel Am Rande wohnen die Wilden
Autor Klaus Frühauf
Seiten 334
Ausstattung Taschenbuch
Verlag mv Taschenbuch
BS-Verlag
Jahr o.J.

Antiquarisch gibt es auch noch eine Hardcover-Ausgabe aus dem Verlag Neues Leben Berlin, 1976


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