chairlounge

Bücher über kleine, große und fremde Welten

Same, same und alle zusammen

Kennt ihr den Bechdel-Test? Den hat die Amerikanerin Alice Bechdel ersonnen, um Stereotype zu Frauen in Spielfilmen deutlich zu machen. Er besteht aus drei Fragen: Ob es mindestens zwei Frauen im Film gibt, ob die auch miteinander sprechen und ob sie dabei nicht nur über Männer reden.
Wir hatten vom Bechdel-Test gehört und uns Gedanken gemacht, ob man so etwas nicht auch auf Kinderbücher und zum Thema Gleichstellung oder Genderneutralität machen kann.

Die Grundidee des Bechdel-Tests fanden wir gut, aber die Fragen passen nicht auf Kinder- und Jugendbücher. Mädchenponygeschichten würden dann immer mit „ja“ beantwortet, obwohl sie total klischeehafte Storys sein können, auf ihre Art genauso diskriminierend wie Geschichten, in denen Mädchen immer nur nett sind und Blümchen mögen. Und Jungsgeschichten fielen natürlich komplett raus.

Wir wollten trotzdem gerne eine Möglichkeit haben, die Geschlechtergleichstellung in Kinder- und Jugendgeschichten zu betrachten. Also haben wir uns Gedanken gemacht, welche Fragen man dazu stellen kann und sind auch auf drei Ideen gekommen.

Puppenküche_by_Albrecht E. Arnold_pixelio.de

Mädchen sollen mit Puppen spielen, am besten mit Puppen in einer Puppenküche.

Dabei ist es nicht unser Ansinnen, dass jedes Buch unbedingt eine Gleichstellung beinhalten sollte. Es ist gut, wenn auch mal nur über Jungs oder Mädchen geschrieben wird. Das kann sogar helfen, das jeweils andere Geschlecht etwas besser zu verstehen. Unser „Test“ dient auch nicht der Miesmacherei, sondern der Idee, Bücher dahingehend anzusehen, welche noch altbackene Klischees bedienen (in Pferdebüchern kommen nur Mädchen vor, Jungs sind Gegenstand des Angehimmeltwerdens und auch keine begeisterten Reiter, zum Beispiel) oder in welchen schlicht die Vorstellung vertreten wird, dass Mädchen nur mit Mädchen und Jungs nur mit Jungs befreundet sein können.

Wir haben uns erhofft, unseren (und euren) Blick darauf zu öffnen, ob, und wenn ja, welche Bücher solche Stereotype verwenden. Interessant ist übrigens auch, mal zu gucken, welche Geschichten zu den alten Klassikern gehören und welche jüngeren Datums sind. Und zu guter Letzt aber eben auch zu prüfen, ob ein Buch, das durch diesen abgewandelten Bechdel-Test fällt, tatsächlich typische Geschlechterrollen repräsentiert oder einfach nur anders aufgebaut ist.

So, jetzt aber nicht mehr lange reden, sondern „testen“.

Hier sind unsere Fragen:

  • Kommen mindestens zwei Personen (müssen relevant für die Geschichte sein, nicht zum Beispiel Klösschens Eltern) verschiedenen Geschlechts vor?
  • Die miteinander freundschaftlich oder zumindest sachlich reden (geschichtsrelevant, nicht: Mutti sagt, kauf Eier)?
  • Können alle Charaktere/Figuren theoretisch die gleichen Aktionen – unabhängig von ihrem Geschlecht – ausführen (Geschlechtergleichstellung)?

Achtung: Bei der Beantwortung unserer Fragen haben wir versucht, uns an den Tatsachen festzuhalten, also was wirklich im Buch passiert – und nicht, was wir meinen, was passiert. Und wir haben nur Charaktere unter 18 beleuchtet. Hier unsere „Testpersonen“:

Ferien auf Saltkrokan von Astrid Lindgren

JA – drei Jungen und vier Mädchen zwischen vier und sechzehn.

JA – Alle unterhalten sich über alle möglichen Themen, von der besten Art zu Angeln bis zum Trösten, weil ein Haustier gestorben ist. Es gibt, quasi naturgemäß, eine Tendenz, dass sich die Gleichaltrigen untereinander näher stehen, aber im Falle des gestorbenen Kaninchens sind alle dabei und versuchen, den jungen Pelle zu trösten.

JA – Vor allem zwei Mädchen fallen auf, da sie zum Beispiel sehr gut im Boot fahren, Angeln, schwimmen etc. sind. Da sind sogar die Jungen im Hintertreffen, lernen aber von den beiden Mädchen. Die Jungs haben auf Hausarbeit keine Lust, aber das ist bei den Mädchen genau so. Wenn es jedoch erforderlich ist, können und machen alle ihren „Job“ gut und gründlich.

Anmerkungen: Die einzige, die so ziemlich aus dem Rahmen fällt ist die große Schwester Malin. Die ist allerdings schon 19 und erweist sich als Hausfrau – aber da sie ja schon so „uralt“ ist, zählt sie an dieser Stelle nicht mehr mit …


Dicey’s Song von Cynthia Voigt

JA – Geschwister: zwei Jungen und zwei Mädchen

JA – Die Geschwister unterhalten sich (zwar mit Geschwisterzickereien durchsetzt, aber dennoch zielorientiert) sehr sach- und fast immer anlassbezogen über ihre Mutter, über ihre Großmutter, was sie essen können, wie viel Geld sie noch haben und so weiter. Im zweiten Band wechseln die Themen, werden aber nicht einseitiger.

JA – hier sind die Rollen eher altersabhängig verteilt. Dicey als Älteste übernimmt die Verantwortung, die Logistik und baut im zweiten Band ein Boot zusammen – dabei spielt keine Rolle, ob sie ein Mädchen oder ein Junge ist oder als was sie sich fühlt. Die Familie muss versorgt werden – basta!

Anmerkungen: Leider, leider erfährt Band zwei zwar ein schönes und versöhnliches Ende, macht aber Abstriche in der letzten Wertung. Denn Dicey muss sich zähneknirschend ein Kleid kaufen, um auf den Abschlussball gehen zu dürfen, obwohl sie auf Kleider eigentlich gar keinen Bock hat. Da die Klamottenfrage aber kein Teil des Bechdel-Tests ist, darf es hierfür fairerweise auch keinen Punktabzug geben.


Melina und die vergessene Magie von Susanne Mittag

JA – ein Mädchen und zwei Jungen tun sich zusammen, um das Übel aus der Parallelwelt Lamunee zu schaffen: Melina, Tann und Erel

JA – Es geht in keinem Konflikt darum, dass irgendwer ein Junge oder Mädchen ist und deswegen etwas kann oder auch nicht. Essen machen die beiden Jungen (wobei sie praktischerweise zaubern können …). Vorgehensweisen werden gemeinsam abgesprochen

JA – Allerdings ist am Anfang unklar, ob das Mädchen zaubern kann … Aber das liegt eher daran, dass sie ein Mensch ist und keine Einwohnerin von Lamunee. Und Rennen, Klettern und so fort ist eine Frage der Kondition oder der Neigung als eine des Geschlechts.

Anmerkungen: Diese Geschichte ist wirklich ziemlich ausgewogen – obwohl Melina gerne reitet und vor dem Umzug in eine neue Stadt auch ein Pferd hatte, das sie sehr vermisst.


Kalle Blomquist von Astrid Lindgren

JA – Zwei Jungen und ein Mädchen: Kalle Blomquist, Anders Bengtsson und Eva-Lotta Lisander

JA – Die drei können sich ganz prima über alles austauschen, gemeinsam Streiche ausbaldowern, Verbrecher fangen und den Jungs von der Konkurrenzbande ordentlich Zunder geben.

 JA – Auch wenn Kalle manches Mal Eva-Lotta in die Mädchenecke abzuschieben droht und vor allen Dingen der festen Überzeugung ist, dass er sie später einmal ehelichen wird – anscheinend ohne Eva-Lotta überhaupt fragen zu wollen. Nun ja, Macken gibt es überall … Eva-Lotta ist auf jeden Fall ein Kamerad, wie man ihn sich nur wünschen kann. Ohne Probleme haut sie auch den Mitgliedern der gefürchteten Roten Rose eins auf die Nase, und zwar im Wortsinn! Und da steht sie Kalle und Anders in nichts nach und die beiden sehen sie als vollwertige Kameradin und schlagkräftiges Bandenmitglied an.

Anmerkungen: Naja, Kalle ist schon so ein Junge aus den Sechzigern: Eva-Lotta heiraten wollen, ohne mit ihr zu sprechen, zu denken, dass man ja eigentlich nicht mit Mädchen spielen sollte … Auf der anderen Seite ist er aber auch ganz klar der Ansicht, dass alles viel mehr Spaß  macht, wenn Eva-Lotta dabei ist. Ebenso ist ganz klar, dass sie genauso gut klettern kann wie die Jungs, dass sie genauso unternehmungslustig ist wie Anders und Kalle und ebenso mutig. Kein Rumgepiepse oder Zaudern. Das sieht übrigens auch die feindliche Kinderbande (die Roten Rosen) so, die Eva-Lotta als gleichwertiges Mitglied anerkennen. Kein Wunder, schlägt sie sich doch so wie die Jungen – trotz Kleid, das sie immerhin noch anhat.


Australien? Australien! von Tino Schrödl

JA – ein Junge (Meo) und ein Mädchen (Odette), die miteinander befreundet sind, ohne verknallt zu sein. Beide sind die Loser in der Schule, die alle komisch finden: der eine (vielleicht) ein Streber, die andere übergewichtig.

 JA – Da sie Freunde sind, reden sie auch über alles mögliche miteinander. Das wird aber auch auf die Probe gestellt, als sie gemeinsam Urlaub in Australien machen und sich in einer Mischung aus Abhauen vor seinen Eltern und Verirren durch den Busch schlagen müssen. Da wird auch vorgeworfen und geschimpft, aber dabei geht es nicht darum, wer welches Geschlecht hat und deswegen so ist, wie ersie ist. Die Diskussionen drehen sich eher darum, warum einer von beiden so blöd war, x oder y zu tun.

JA – Es ist eher so, dass sie eben beide aus den typischen Rollenmustern fallen. Meo (der Junge) geht gerne in die Schule und ist außer in Sport und Zeichnen gut in allen Fächern. Odette hat wahrscheinlich nie mit Puppen gespielt, trägt Schlabberpullis und zockt total gerne PC-Spiele. Sie sind auch in ähnlichen Dingen gleich schlecht, wie etwa klettern oder lange durch die Gegend laufen … Und sie hat sich, das wird alledings nicht so ganz klar, gegen Mobbing eher handgreiflich gewehrt. So beschützt sie übrigens auch Meo.

Anmerkungen: Grundsätzlich kann man sagen, dass hier zwei gleich starke und auch gleichgestellte Charaktere vorkommen. Und das, obwohl Meo in seinen Gedanken vollkommen frei darüber sinniert, dass Odette fett ist und dass dadurch bestimmte Probleme bestehen in ihrem Leben oder dass sie vielleicht zuerst von einem Krokodil gefressen wird, wenn das Krokodil sich zwischen dünnem Meo und dicker Odette zu entscheiden hat. Es gibt jede Menge solcher Momente, in denen Meo sich recht abwertende oder unfreundliche Gedanken über Odette macht – ohne sie Odette an den Kopf zu werfen. Man fragt sich dann eher, warum der Teenager überhaupt mit Odette befreundet ist … Dem Gleichgewicht der beiden Leute tut das aber keinen Abbruch, denn: Wer hat sich nicht schon alle möglichen Gedanken um seine Freunde und Freundinnen gemacht? Hm?
Das Schöne an dem Buch ist, dass man Odette aber als ein Mädchen kennen lernt, das sich an solchen Dingen überhaupt nicht stört, sondern irgendwie einfach sie selbst ist und im Laufe des Buches auch immer mehr sie selbst wird.


Mensch, Theo! von Astrid Lindgren

JA – Theo und Daniel. Theo ist (und das ist am Ende die große Überraschung) ein Mädchen. Beide sind die besten Freunde, die füreinander durch dick und dünn gehen und sich gegenseitig aus jedem Schlamassel helfen (und davon gibt es einige).

JA – Sachlich – naja, es wird schon viel geflucht und gestritten und geschimpft. Aber freundschaftlich ist das alles auf jeden Fall, da besteht zu keiner Zeit und niemals ein Zweifel.

JA – und das tun sie auch. Bis hin zur (Fast-)Zerstörung der Schule, die diesmal das Mädchen auf seine Kappe nehmen muss.

Anmerkungen: Also Gleichstellung gibt es hier auf ganzer Linie. Soweit, dass ich mich als vermeintlich emanzipierte Leserin am Ende dabei ertappt habe, von Theo zu denken: Was – ein Mädchen? Krass …


Als mein Vater die Mutter der Anna Lachs heiraten wollte von Christine Nöstlinger

JA – Anna und Cornelius, genannt Stummel

NEIN – Am Anfang, als sich die beiden kennen lernen, ist Anna ein stummer Fisch – und kratzbürstig. Stummel findet das blöd, vor allen Dingen, weil er doch seinem Papa versprochen hat, dass er sich um die neue Mitschülerin kümmern will. Da Stummel ein netter Kerl ist, der sich Gedanken macht – ohne sich alles gefallen zu lassen – gibt er Anna durchaus die eine oder andere Chance. Später, als beide einen Weg des Kommunizieren gefunden haben, reden sie vor allen Dingen von einer Sache: Wohin Anna ausreißen könnte, um ihrer Mutter klarzumachen, dass sie wieder zurück in ihr altes Umfeld will und nicht, dass ihre Mama Stummels Papa heiratet.
Trotz alledem bleiben ihre Gespräche meist gegenseitige Motzereien, Anpöbeleien, missmutige Äußerungen und ein großes „Rumgegrantele“.

JA – zumindest in der Theorie. Es spräche auch nichts dagegen, dass auch Anna in Aktion tritt und sich um ihre Belange kümmert. Schließlich will sie, genau wie Stummel auch, keine Beziehung ihrer jeweiligen Erzeuger. Dass sie das nicht tut, liegt an ihrer Bockigkeit und Wut – auch wenn man auf die Idee kommen könnte, dass sei einer geschlechterbestimmten Aktivität geschuldet: Junge macht die Aktion und denkt sich was aus, Mädchen macht mit. Aber so ist das in diesem Fall irgendwie doch nicht.

Anmerkungen: Bei Stummel und Anna merkt man mal wieder ganz prima, wie schnell man in Zuschreibungen verfallen könnte, wenn man sich mit geschlechtsspezifischen Mustern beschäftigt: Ist hier ein Kind einfach so verzweifelt, dass es nicht weiß, was es tun soll und daher in Erstarrung verfällt – oder ist es ein Mädchen, dass immer nur auf die Aktivität eines Jungen wartet, bevor irgendetwas passiert? Die Fakten, sprich: was im Buch steht, sprechen für ersteres – und die Tatsache, dass Christine Nöstlinger die Autorin war. Bei jemand anderem wären wir uns vielleicht nicht so sicher, dass auch Anna ihre „Frau stehen“ kann.


Emil und die Detektive von Erich Kästner

NICHT SO RICHTIG – Zwar gibt es Emils Mutter, Emils Großmutter und Emils Cousine Pony Hütchen, die alle toll sind. Aber die Hauptfiguren sind nun einmal Emil, die Detektive und der Dieb. Die Frauen kommen nur am Rande der Geschichte vor. Sind zwar nicht irrelevant aber auch nicht so präsent.

JA – Das zumindest trifft zu, denn Emil und Pony Hütchen sind wirklich gute Kumpels, die den Kriminalfall freundschaftlich bis sachlich bis hochprofessionell diskutieren. 

NEIN – Hier stinkt die Geschichte ganz klar ab. Es ist eben auch eine andere Zeit, da wurden den Damen (alle Menschen weiblichen Geschlechts, sobald sie laufen können) die Türen aufgehalten und Stühle zurecht gerückt. Im Gegenzug durfte das vermeintlich schwächere Geschlecht bei nix mitmachen, was sie eventuell in Gefahr bringen könnte – und die Jagd nach einem Dieb gehört definitiv dazu. Nicht, dass Frauen und Mädchen als dümmer oder uncooler eingeschätzt wurden. Aber aus irgendeinem Grund waren Mädchen bei egal was einem höheren Risiko ausgesetzt, Schaden zu nehmen. Deswegen verfolgen und stellen die Jungs den Dieb und Pony Hütchen deckt den Kaffeetisch.

Anmerkungen: Hier ist der Zahn der Zeit am Werk. Für damalige Verhältnisse (die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg) rief diese Rollenverteilung keinen großen Unmut hervor, heute sieht man das (gottseidank) kritischer. Ein Pony Hütchen hätte heute den Dieb mit ihrem Fahrrad wahrscheinlich in einer halbe Stunde überholt und ihm die Zehen abgefahren, damals hieß es: „Ein anständiges Mädchen gehört in die Klappe.“ Thank God, the times are changin‘.


Jungsspaß und Mädchenpanik von Martin Klein

JA – Es gibt mehrere Jungen und Mädchen, die sich alle in einem kleinen Kaff in Ostseenähe in den Ferien treffen: Pablo, Lara, Clara, Willi, Hassan, Zoe und Oskar und Arian, der aber leider mit kaputtem Fuß im Krankenhaus liegt …

JEIN – denn in der Geschichte gibt es eine Entwicklung: Anfangs schwören sich Arian und Pablo, sich niemals, nie und nimmer und überhaupt nie in irgendeiner Form mit Mädchen einzulassen. Als Arian sich dann bei einem Fußballtrick den Knöchel verstaucht und nicht mit in die Ferien kommen kann, muss Pablo notgedrungen alleine auf dem Bolzplatz im Urlaubsort losdribbeln – aber leider (?) kommen ihm ein paar Fußball spielende Mädchen in die Quere. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf:  Jungs spielen Fußball gegen Mädchen.
Außerdem sind zumindest die anderen Jungs im Ferienort, Oskar und Hassan, der unbedingten Meinung, dass Mädchen nur in Schminken, Reiten und Shoppen gut sind und alles andere nicht können. Darüber reden sie durchaus mit den Mädchen, aber eben auf die herablassende Tour.
Wenn es aber um’s Planschen, Sandburgbauen oder so geht, dann sind aber wieder alle zusammen und reden auch vernünftig miteinander.

JA – Grundsätzlich können alle das gleiche, sie werden von niemandem daran gehindert. Das Problem ist eher, dass vor allen Dingen die Jungs nicht wollen! Kochen? Fehlanzeige. Basteln? Dito. Dafür haben sie eine große Klappe dazu, was Mädchen alles nicht können …

Anmerkungen: In dieser Geschichte geht es vor allen Dingen darum, was man denkt, was die anderen nicht können. Und da sind die Jungs die Chauvis schlechthin. Die Jungs sind nämlich der Ansicht, dass Mädchen kein Fußball spielen können! Und wenn sie auch ein bisschen treten und dribbeln können – so gut wie sie selber sind sie einfach nicht. Den „Schnitten“ muss man zeigen, wie man Fußball spielt. Jau. Alles andere „Wichtige im Leben“ können sie auch nicht so gut wie die Jungs, auch wenn sie noch so viel üben.
Die Mädchen dagegen lassen sich weder die Butter vom Brot nehmen noch von den Ansichten der Jungs einschüchtern, sondern fordern die Angeber zu zwei Wettbewerben heraus. Sie sind nämlich durchaus der Ansicht, dass sie alles können, wenn sie wollen. Auch dribbeln und Tore schießen.


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Foto: Puppenküche © Albrecht E. Arnold/PIXELIO

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