chairlounge

Bücher über kleine, große und fremde Welten

Achtung, Zeitfalle!

Wer?

Die Schüler Ben, Frank, Miriam, Jennifer und Kolja auf ihrer Klassenreise nach Florenz.

Wohin?

Nach Florenz, ins Zeitalter der Renaissance.

Wie?

Mehr durch Zufall entdecken die Kids bei einem eigentlich langweiligen Museumsgang eine Tür, die den regulären Besuchern wohl vorenthalten werden soll. Da sie es offensichtlich nicht dürfen, müssen sie natürlich hindurch und gehen einen langen, langen, langen Gang entlang, der sie direkt in die vermeintliche Vergangenheit führt.

Warum?

Wie schon gesagt: eine langweilige Besichtigungstour, eine doofe Lehrerin, eine versteckte Tür … Dass es sich bei dem kurzen Ausflug ins Verbotene um eine Zeitreise handelt (oder vielleicht doch nicht?), ahnt ja beim Betreten des Ganges noch niemand.

Was noch?

Die Vergangenheit kommt den fünfen von Anfang an eher spanisch als italienisch vor. Wieso sprechen alle ihre Sprache? Wieso wundert sich niemand, dass sie in Jeans und T-Shirt da herumlaufen? Und vor allem: Wieso, zum Teufel, stinkt es in dieser Version der Renaissance nicht?

Wie war’s?

Joa, dadurch, dass sich die vermeintliche Zeitreise am Ende als großer Schwindel entpuppt und die Schüler nur in einer Art Matrix gefangen waren, erklären sich die üblichen Zeitreise-Denkfehler natürlich von selbst. Dazu gibt’s noch ein bisschen Kinder-Kapitalismus-Kritik, da die Matrix von einem alten, klugen Mann (der sich den Kindern natürlich ganz geheimnisvoll präsentiert) zu Schulungszwecken erfunden wurde, um den Geschichtsunterricht ein bisschen spannender zu gestalten. Jetzt wollen geldgeile Geschäftshaie die Besuche darin „Jurassic Park“-mäßig feilbieten. Aha. Insgesamt war die Auflösung der Nicht-Zeitreise ein mittelmäßige Enttäuschung. Und die Jagd der Geldhai-Schergen auf die Kinder wirkte auch irgendwie lahm. Zumal mir immer noch nicht ganz klar ist, welche Gefahr eine Gruppe Teenies darstellt, die sich versehentlich in die neue Mitmach-Aktion verläuft. Aber naja. Die Jungs und Mädels waren immerhin sympathisch und das Durchlesen hat nicht viel Zeit gekostet, also insgesamt alles ok.

Interessiert? Hier die Fakten:

Titel Achtung, Zeitfalle!
Autor Andreas Schlüter
Seiten 234
Ausstattung Hardcover
Verlag Altberliner
Jahr 1996

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