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Bücher über kleine, große und fremde Welten

Schlagwort-Archiv: Kinder

Neues Buchhoroskop für den Wassermann

Lasst sie reden …

Wassermann - Mann im Neoprenanzug krault im Wasser Wassermannen wollen für alle nur das Beste. Sie sind definitiv daran interessiert, die Menschen, die Umwelt und das Leben auf unserem Planeten für alle rundum zu optimieren. Doch was das Beste für alle ist und wie man es erreicht, das wissen nur die Wassermänner ganz genau. Deswegen reden, überzeugen und handeln sie auch gleich noch, dass es einem schwindelig werden kann.

Leider, leider gehen ihnen bei ihrem Vorhaben, diese Ansichten und Pläne durchzusetzen, die Pferde durch. Will sagen: Wenn sie das Gefühl haben, es werde ihnen widersprochen, fangen sie an kiebig zu werden. Sie sind bei allen guten Absichten eben doch kleine Dogmaten.

Der diesjährige Wassermann ist allerdings kein kleiner Dogmat, sondern ein ziemlich ausgereifter und obendrein auch noch redegewandt und boxerfahren. Mit ihm ist also nicht gut Kirschen essen. Was man von solchen Kandidaten zu erwarten hat, könnt ihr hier lesen:

Wir empfehlen für den Wassermann

Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling

„Mein und Dein sind doch bürgerliche Begriffe“, „Der eine hat den Beutel, der andere das Geld“… Mit derartigen Sinnsprüchen zieht das Känguru von gegenüber bei Marc, dem klugen, aber manchmal etwas unmotivierten Kleinkünstler ein. Im Gegensatz zu der seines Mitbewohners ist die Motivation des Beuteltieres klar zu vernehmen: Es will die Welt verbessern und zu diesem Zweck den Kapitalismus abschaffen, Gleichheit für alle einführen und enteignen, was zu enteignen ist. Dass es dabei ab und zu etwas rabiat vorgeht und auch nicht immer im Sinne der Allgemeinheit handelt – nun, letztendlich dient alles der großen Idee des Kommunismus. Oder?

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Foto:
© Kurt Bouda/PIXELIO

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Neue Buchhoroskope für den Schützen

Hör auf, bevor es zu spät ist

Das Merkmal der Schützen ist absolut übereifriges Engagement in allem, was er sich vorgenommen hat. Das ist toll, großartig, beneidenswert – so lange er es nicht übertreibt. Wenn er nämlich in einen Unternehmungsrausch verfällt, ist er leider nicht mehr zu stoppen. Dann trifft er nicht mehr unbedingt ins Schwarze, sondern eher Freunde und Familie, und zwar unfreiwillig vor den Kopf. Auch ein Querschläger kann dann schon mal dabeisein.

Was passiert, wenn ein Schütze das Zielwasser vergisst, erzählen wir euch diesen Monat anhand der Geschichte eines possierlichen Waldbewohners.

Wir empfehlen für den Schützen:

Mach mal Pause, Biber (2) von Nicholas Oldland

Es war einmal ein Biber. Der Biber lebte mit seinen Tierfreunden in einem Wald und hatte einen Ruf zu verlieren: er war nämlich immer sehr fleißig. Der Biber tat den ganzen Tag mit großem Eifer das, was Biber eben so tun – er nagte Bäume um, schleppte Holz, baute Dämme und und und … Keine Minute Pause gönnte er sich in seinem unendlichen Fleiß, weil er ständig tausend Projekte am Laufen hatte und dabei immer dachte, er müsse noch mehr leisten. Kein Wunder, dass ihn das ohne Umwege ins Unglück stürzte.

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Foto: © DVIDSHUB/flickr – CC BY 2.0

Müller hoch Drei

Vor Kurzem teilte ich euch mit, dass ich es las. Jetzt bin ich fertig: „Müller hoch Drei“ heißt das Werk, geschrieben von Burkhard Spinnen (super Name!) und 292 Seiten dick. Meine Zwischenbilanz fiel ja eher mäßig aus – und ehrlich gesagt weicht das endgültige Fazit nicht sehr davon ab. Das Buch ist nett, die Geschichte relativ ausgefallen und witzig und nimmt ein gutes und den Umständen entsprechend glaubwürdiges Ende. Aber leider ist „relativ“ an dieser Stelle ein gutes Stichwort, denn es ist alles irgendwie relativ hier: relativ lustig, relativ spannend, relativ nette Leute, relativ durchgeknallt und relativ bodenständig. Das ergibt zwar im Zeugnis eine Note, mit der man nicht durchfällt. Aber es wird auch klar, dass man im ganzen Schuljahr eigentlich nur relativ anwesend war.

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