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Bücher über kleine, große und fremde Welten

Schlagwort-Archiv: Kinderbuch

Neue Buchhoroskope für den Skorpion

Kompromisslos und energiegeladen

Skorpion am Spieß - Imbiss in ChinaMan kann sich mit Gouvernanten echt ein Ei ins Nest legen … Nun haben wir schon die zweite zickige Kinderfrau diesen Sternzeichens – allerdings dieses Mal ein wirklich unangenehmes und zudem hinterlistiges Exemplar.

Die Kinderfrau von Kay Harker zieht kompromisslos und auf Kosten aller anderen ihr kriminelles Vorhaben durch … naja, glücklicherweise nur fast, denn am ende kann ihr dann doch das Handwerk gelegt werden.

Wir empfehlen für den Skorpion:

Das Mitternachtsvolk von John Masefield

Ach ja, die Gouvernanten … Müssen die denn alle so zickig sein? Nach Mary Poppins lernen wir heute einen weiteren Kinderschreck, einen Skorpion mit missbrauchter Verantwortung kennen. Aber nein, während Mary Poppins sich schlussendlich um die Kinder kümmert, ist Skorpion Tausendschön in Wirklichkeit ein echtes Ekelvieh.

Sylvia Tausendschön wird vielleicht nicht geliebt, aber geschätzt und respektiert. Von den anderen Einwohnern des kleinen Ortes, in dem Kay Harker auf seinem halb heruntergekommenen Landsitz aufwächst, denn sie parliert freundlich mit allen. Und schließlich kümmert sie sich ja um die kleine Waise, gibt Kay Unterricht, beaufsichtigt das Personal, steht dem Haushalt vor und hält auch den Vormund des Jungen auf dem Laufenden. Ein verantwortungsvoller Job – da kann man doch nur gut sein, oder?

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Foto: © JUREC/PIXELIO

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Neue Buchhoroskope für die Waage

Living in perfect harmony …

Haus mit Skulptur: Waage mit 2 Personen.Was ist das eigentlich – Harmonie? Waagen sind für diese ja bekannt, aber wissen sie – wissen wir eigentlich – was der Begriff bedeutet? Heißt das, einfach die Klappe zu halten, auch wenn einem etwas nicht gefällt, nur damit es keinen Krach gibt? Oder heißt es etwa, mit sich und anderen im Reinen zu sein? Das ist, wie so vieles im Leben, nicht immer leicht herauszufinden. Unsere Freundin Susanne, der wir schon einmal begegntet sind, wird von dieser Erkenntnis etwas unsauber (haha, ihr werdet noch sehen, warum ich jetzt lache) erwischt. Doch sie lernt daraus … wie sieht es mit euch aus? Einen kleinen Erkenntnisgewinn (evtl. nicht nur für Waagen) möchte wir euch hier verabreichen:

Das Biest, das im Regen kam – die Zweite von Angela Sommer-Bodenburg

Eigentlich kennt ihr sie schon – Susanne, das brave Mädchen, dem aus einem Sturzregen heraus ein anderes Mädchen begegnet, das genau ihr Gegenteil darstellt. Susanne ist sauber, höflich, wohlerzogen und demzufolge immer lieb. Ihr Kontrapunkt ist schmutzig, frech und und macht, was er will. Das letzte Mal haben wir uns mit dem Kontrapunkt – dem Biest als Zwilling – beschäftigt, doch dieses Mal soll uns Susanne interessieren.

Susanne lebt ein vermeintlich glückliches Leben zusammen mit ihrer Mutter und ihrem – weitestgehend abwesenden – Vater. Vorort, ordentliches Haus, immer genug zu essen und anzuziehen. Sie zieht sich ordentlich an, trägt Kleidchen und Blusen, kämmt sich die Haare und wäscht sich, wann immer sie kann. Ihre Hausaufgaben sind vor der Tagesschau fertig und sie bleibt nach dem Essen sitzen, bis sie aufstehen darf. Ihre Mutter möchte das so. An kindliches Aufbegehren, an Infragestellen oder gar Rebellion denkt sie nicht einmal in ihre Alpträumen.

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Foto: © C. Nöhren/PIXELIO

 

Geschichten aus dem Tausend-Wunder-Wald

Neulich habe ich in irgend einem Magazin einen Beitrag darüber gelesen, wie ein Vater mit dem Fernsehverbot für seine Kinder umgeht. Nicht nur, dass er berichtete, wie die Kleinen ihn austricksen oder auch die Eltern ausmanövrieren, nein, er erzählte auch, wie die vierköpfige Familie manchmal da sitzt und den Fernseher laufen hat. Alle schweigen. Und neben dem Fernseher hat jeder eines der neuen tollen Geräte in der Hand: ein Tablet, ein Smartphone oder sogar beides.

Mir fiel beim Lesen des Artikels das Buch „Geschichten aus dem Tausend-Wunder-Wald“ von Erika Hübner-Barth ein, in der eine Familie auch jeden Abend vor dem Fernseher sitzt, bis der eines Tages kaputt geht. Und ich habe gedacht, dass es schön ist, wenn Bücher nichts an Aktualität verlieren und man sie auch noch nach Jahren lesen kann, ohne sie antiquiert oder sonstwie öde zu finden. „Geschichten aus dem Tausend-Wunder-Wald“ ist für mich so ein Buch: Als der Fernseher kaputt geht, wissen Vater, Mutter, Oma und Opa und sechs liebe Kinderlein nicht, was sie machen sollen.

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Hazel hat Krebs und das ist scheiße. Eigentlich ist scheiße gar kein Ausdruck, denn scheiße kann vieles sein: Ein Film, das Wetter, die Laune. Aber 16 Jahre alt zu sein und zu wissen, dass man aller Wahrscheinlichkeit nach bald sterben wird, ist weit mehr als das. Aus der Schule wurde Hazel schon vor drei Jahren herausgenommen, als alles so aussah, als ginge es mit ihr zu Ende. Wie durch ein Wunder überlebte sie jedoch die schwere Attacke ihres eigenen Körpers und ein neues Medikament hilft ihr fortan, den Krebs zumindest im Zaum zu halten. Statt zur Schule zu gehen besucht sie nun College-Kurse und wird jeden Tag klüger. Neben den Kursen hat sie allerdings immer noch mehr als genug Zeit, zu lesen, sich Gedanken zu machen oder – wie ihre Mutter glaubt – eine Depression zu entwickeln. Ihrer Mutter zuliebe geht sie irgendwann auch in die Selbsthilfegruppe und redet mit anderen krebskranken Jugendlichen, obwohl sie eigentlich gar keine Lust dazu hat. Aber, so bemerkt sie „es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit 16 an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt.“ Also geht sie hin.

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Die Kurzhosengang

Snickers, Zement, Island und Rudolpho – hinter diesen coolen Namen verbirgt sich die noch coolere Kurzhosengang. Vier kanadische Jungs, die gern Horrorfilme gucken und auch im wahren Leben vor nix Angst haben. Mit viel Witz, Liebe und auch ein wenig Melancholie erzählt jeder von ihnen eines ihrer gemeinsamen Abenteuer. Hierfür haben Victor Caspak und Yves Lanois die Jungs in ihrer fernen Heimatstadt extra besucht und interviewt. Doch ob es die beiden Autoren und ihr Interview wirklich gibt ist ebenso rätselhaft wie der Wahrheitsgehalt der vier Geschichten. Letztendlich ist beides egal, denn dem Lesevergnügen tut es keinen Abbruch.

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