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Bücher über kleine, große und fremde Welten

Schlagwort-Archiv: Kinderbuch

Geschichten aus dem Tausend-Wunder-Wald

Neulich habe ich in irgend einem Magazin einen Beitrag darüber gelesen, wie ein Vater mit dem Fernsehverbot für seine Kinder umgeht. Nicht nur, dass er berichtete, wie die Kleinen ihn austricksen oder auch die Eltern ausmanövrieren, nein, er erzählte auch, wie die vierköpfige Familie manchmal da sitzt und den Fernseher laufen hat. Alle schweigen. Und neben dem Fernseher hat jeder eines der neuen tollen Geräte in der Hand: ein Tablet, ein Smartphone oder sogar beides.

Mir fiel beim Lesen des Artikels das Buch „Geschichten aus dem Tausend-Wunder-Wald“ von Erika Hübner-Barth ein, in der eine Familie auch jeden Abend vor dem Fernseher sitzt, bis der eines Tages kaputt geht. Und ich habe gedacht, dass es schön ist, wenn Bücher nichts an Aktualität verlieren und man sie auch noch nach Jahren lesen kann, ohne sie antiquiert oder sonstwie öde zu finden. „Geschichten aus dem Tausend-Wunder-Wald“ ist für mich so ein Buch: Als der Fernseher kaputt geht, wissen Vater, Mutter, Oma und Opa und sechs liebe Kinderlein nicht, was sie machen sollen.

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Hazel hat Krebs und das ist scheiße. Eigentlich ist scheiße gar kein Ausdruck, denn scheiße kann vieles sein: Ein Film, das Wetter, die Laune. Aber 16 Jahre alt zu sein und zu wissen, dass man aller Wahrscheinlichkeit nach bald sterben wird, ist weit mehr als das. Aus der Schule wurde Hazel schon vor drei Jahren herausgenommen, als alles so aussah, als ginge es mit ihr zu Ende. Wie durch ein Wunder überlebte sie jedoch die schwere Attacke ihres eigenen Körpers und ein neues Medikament hilft ihr fortan, den Krebs zumindest im Zaum zu halten. Statt zur Schule zu gehen besucht sie nun College-Kurse und wird jeden Tag klüger. Neben den Kursen hat sie allerdings immer noch mehr als genug Zeit, zu lesen, sich Gedanken zu machen oder – wie ihre Mutter glaubt – eine Depression zu entwickeln. Ihrer Mutter zuliebe geht sie irgendwann auch in die Selbsthilfegruppe und redet mit anderen krebskranken Jugendlichen, obwohl sie eigentlich gar keine Lust dazu hat. Aber, so bemerkt sie „es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit 16 an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt.“ Also geht sie hin.

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Die Kurzhosengang

Snickers, Zement, Island und Rudolpho – hinter diesen coolen Namen verbirgt sich die noch coolere Kurzhosengang. Vier kanadische Jungs, die gern Horrorfilme gucken und auch im wahren Leben vor nix Angst haben. Mit viel Witz, Liebe und auch ein wenig Melancholie erzählt jeder von ihnen eines ihrer gemeinsamen Abenteuer. Hierfür haben Victor Caspak und Yves Lanois die Jungs in ihrer fernen Heimatstadt extra besucht und interviewt. Doch ob es die beiden Autoren und ihr Interview wirklich gibt ist ebenso rätselhaft wie der Wahrheitsgehalt der vier Geschichten. Letztendlich ist beides egal, denn dem Lesevergnügen tut es keinen Abbruch.

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