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Schlagwort-Archiv: Krebs

Neues Buchhoroskop für den Krebs

In den Panzer geschlossen!

Die Grenze zwischen typisch und klischeehaft ist ja bekanntlich fließend. Wir zum Beispiel haben so oft über den kleinen, schüchternen, ängstlichen Krebs gesprochen, dass wir uns andere Wesenszüge dieses Krabbeltieres gar nicht mehr vorstellen können. Zum Beispiel, dass ein Krebs ein echter Kämpfer ist. Oder dass er nicht schüchtern, einsam und verstockt, sondern still, nachdenklich und einfach nicht sehr gesellig ist. Oder- und jetzt kommts – dass ein Krebs in der Lage ist, sich seine Freunde selbst auszusuchen. 

Shogo gehört eher zur letzteren Sorte Krebs und das aus gutem Grund. Denn ein schweigsamer, einsamer Krieger zu sein, würde ihm in seiner Situation wahrscheinlich das Leben retten. Dass er am Ende jedoch nicht ganz so einsam bleibt, ist einer anderen Eigenschaft des Krebses geschuldet: seinem unendlich großen Herzen.

Wir empfehlen für den Krebs:

Battle Royale von Koushun Takami

Kurz gefasst:

Das erste, was man von einem Krebs sieht, sind die Scheren. Das zweite, das einem auffällt, ist der Panzer. Scharf und verletzend das eine, undurchlässig und hart das andere. Beides wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt einladend. Das Gefühl haben auch Shuya und Noriko, als sie Shogo inmitten des grausamen Spiels, das sie mit ihrer Schulklasse ausfechten müssen, begegnen. Doch wie es Krebsen nun mal zu eigen ist, hat auch Shogo einige Überraschungen auf Lager …

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Hazel hat Krebs und das ist scheiße. Eigentlich ist scheiße gar kein Ausdruck, denn scheiße kann vieles sein: Ein Film, das Wetter, die Laune. Aber 16 Jahre alt zu sein und zu wissen, dass man aller Wahrscheinlichkeit nach bald sterben wird, ist weit mehr als das. Aus der Schule wurde Hazel schon vor drei Jahren herausgenommen, als alles so aussah, als ginge es mit ihr zu Ende. Wie durch ein Wunder überlebte sie jedoch die schwere Attacke ihres eigenen Körpers und ein neues Medikament hilft ihr fortan, den Krebs zumindest im Zaum zu halten. Statt zur Schule zu gehen besucht sie nun College-Kurse und wird jeden Tag klüger. Neben den Kursen hat sie allerdings immer noch mehr als genug Zeit, zu lesen, sich Gedanken zu machen oder – wie ihre Mutter glaubt – eine Depression zu entwickeln. Ihrer Mutter zuliebe geht sie irgendwann auch in die Selbsthilfegruppe und redet mit anderen krebskranken Jugendlichen, obwohl sie eigentlich gar keine Lust dazu hat. Aber, so bemerkt sie „es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit 16 an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt.“ Also geht sie hin.

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