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Bücher über kleine, große und fremde Welten

Schlagwort-Archiv: London

Neues Buchhoroskop für den Wassermann

Lasst sie reden …

Wassermann - Mann im Neoprenanzug krault im Wasser Wassermannen wollen für alle nur das Beste. Sie sind definitiv daran interessiert, die Menschen, die Umwelt und das Leben auf unserem Planeten für alle rundum zu optimieren. Doch was das Beste für alle ist und wie man es erreicht, das wissen nur die Wassermänner ganz genau. Deswegen reden, überzeugen und handeln sie auch gleich noch, dass es einem schwindelig werden kann.

Leider, leider gehen ihnen bei ihrem Vorhaben, diese Ansichten und Pläne durchzusetzen, die Pferde durch. Will sagen: Wenn sie das Gefühl haben, es werde ihnen widersprochen, fangen sie an kiebig zu werden. Sie sind bei allen guten Absichten eben doch kleine Dogmaten.

Der diesjährige Wassermann ist allerdings kein kleiner Dogmat, sondern ein ziemlich ausgereifter und obendrein auch noch redegewandt und boxerfahren. Mit ihm ist also nicht gut Kirschen essen. Was man von solchen Kandidaten zu erwarten hat, könnt ihr hier lesen:

Wir empfehlen für den Wassermann

Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling

„Mein und Dein sind doch bürgerliche Begriffe“, „Der eine hat den Beutel, der andere das Geld“… Mit derartigen Sinnsprüchen zieht das Känguru von gegenüber bei Marc, dem klugen, aber manchmal etwas unmotivierten Kleinkünstler ein. Im Gegensatz zu der seines Mitbewohners ist die Motivation des Beuteltieres klar zu vernehmen: Es will die Welt verbessern und zu diesem Zweck den Kapitalismus abschaffen, Gleichheit für alle einführen und enteignen, was zu enteignen ist. Dass es dabei ab und zu etwas rabiat vorgeht und auch nicht immer im Sinne der Allgemeinheit handelt – nun, letztendlich dient alles der großen Idee des Kommunismus. Oder?

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Foto:
© Kurt Bouda/PIXELIO

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Schwarzer Mond über Soho

Ich hab’s ja gesagt: „Die Flüsse von London“ ruft nach Fortsetzung und nun ist sie in die Buchläden geschwappt … Ich habe sie mir natürlich besorgt und gleich durchgelesen. Aber Ach! und Wehe! Der Fortsetzungsbazillus hat zugeschlagen und mal wieder einen Autor dazu gezwungen, sich Worte und Geschichten aus den Fingern zu saugen.

Peter Grant löst seinen zweiten und dritten Fall – parallel, damit ja keine Langeweile aufkommt. Und der vierte mischt auch schon kräftig mit. Aaronovitchs Humor zeigt sich auch hier wieder, es gibt ausreichend lustige Stellen – aber irgendwie ist der Gaul mit ihm durchgegangen. Kurz gesagt: Mord, Sex, Jazz und Mutation. Ein kurzer Prozess mit dem zweiten Band.

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Die Flüsse von London

„Die Flüsse von London“ ist ein Krimi. Und Fantasy. Es gibt mehrere Mordfälle, die Polizei spielt mit und Geister, Vampire und Flussgötter treten auch auf. Und das Ganze ist wunderbar miteinander kombiniert und verwoben und es macht Spaß, die Geschichte zu lesen.

Hauptfigur ist Peter Grant, ein Londoner Polizeianwärter. An einem der letzten Tage seiner Probezeit steht er nach einem Mordfall Wache am Tatort. Und trifft einen Geist. Der erzählt ihm den Tathergang und was er gesehen hat. Sehr schön: Peter macht sich als erstes Gedanken, dass er den Geist ordnungsgemäß befragt: „Name, Wohnort“ etc. Ich hab‘ gelacht 🙂 … und mir überlegt, wie es wohl weitergeht.

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