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Bücher über kleine, große und fremde Welten

Schlagwort-Archiv: Science Fiction

Abenteuer Futuria

Neulich habe ich „Abenteuer Futuria“ von Klaus Beuchler in die Finger bekommen. Das ist ein Science Fiction, der im Jahr 2071 spielt, Hauptpersonen sind eine Horde Jugendlicher. Das Buch ist von 1974, aus der DDR und mit der dazu passenden Idee einer geeinten Welt, in der alle entsprechend ihrer Neigungen arbeiten und leben.

Manchmal ist es nun ganz spannend, ältere Bücher zu lesen. Vor allen Dingen alte Science Fiction. Da hat sich jemand vor einer ganzen Weile ausgedacht, wie es heute oder in x Jahren auf der Welt aussehen mag. Besonders interessant ist dabei, wie sich die Welt in der Phantasie des Autors weiter entwickeln könnte. Schaut man sich das dann aus der (damaligen) Zukunft an, so kann sich der Leser die Exklusivität leisten, vorgestellte und reale Zukunft zu vergleichen.

Heute will ich mal versuchen, ein paar dieser Ideen mit der Wirklichkeit abzugleichen und euch einladen, euch doch auch Gedanken darüber zu machen, wie die Welt aussehen könnte, was sich schon alles getan hat und einfach mal rumzuspinnen, welche Ideen aus Science Fiction ja vielleicht ganz toll wären.

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Everlasting

„Na, ich finde jedenfalls, ein Science-Fiction-Liebesroman wäre doch auch mal schön.“ Das wünscht sich Eliana, eine BerlinerGöre, die Anfang der 2000er Jahre in der Hauptstadt wohnt. Und sie vertraut das ihrem Tagebuch an, neben all den anderen Dingen, die Teenager so wichtig finden und aufschreiben: die Geburtstagsgeschenke, welche Jungs toll sind, wie blöd der Bruder ist (der immer nur die SF-Stories mit den Aliens und dem Geballer liest) und so fort. Sie weiß nichts davon, dass ihre Welt in ein paar Jahren enden, Deutschland mehr oder weniger aussterben und sich die Erde total verändern wird. Sie weiß auch nichts davon, dass ihre Tagebücher rund 250 Jahre überdauern werden – und dann von Finn Nordstrom gelesen werden.

Finn lebt im Jahr 2265. Er ist Historiker, Spezialist für die ausgestorbene deutsche Sprache und Deutschland. Finn lebt in Berlin, ist aber gebürtiger Amerikaner – auch wenn das im jahr 2265 nicht mehr wichtig ist. Er lebt im Märkischen Viertel, das seit einer ganzen Weile kein Stadtteil mehr ist, sondern ein riesiges Wohnheim, das aussieht wie der Rubik’s Cube. Er ist Mitte Zwanzig, ein Alter, in dem in der modernen Welt von den „Prä-Adulten“ erwartet wird, dass sie sich so langsam mal einen Partner suchen, sich seelisch gefestigt haben. Das soll mit 30 abgeschlossen sein. Finn arbeiet wie alle seine Altersgenossen. Er übersetzt Berichte der Deutschen Bank aus den Anfangsjahren des 21. Jahrhunderts ins Englische, eine Arbeit, die er nicht sonderlich spannend findet. Und dann bekommt er eines Tages das Angebot, ein Tagebuch zu übersetzen …

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A new Star is born: Lernt drei reizende Roboter kennen

Wusstet ihr, dass das Wort „Roboter“ zuerst von dem tschechichen Künstler Josef Čapek verwendet wurde? Und dass das Wort auf das tschechische Wort „robota“ zurückgeht und „Frondienst“ oder „Zwangsarbeiter“ bedeutet? Betrachtet man Oskar, Marvin und Erg Selbsterreg stellt man allerdings fest, dass alle drei nicht wirklich einfach nur ausführende Maschinen sind. Und von den drei Robotergesetzen Asimovs hat zumindest Erg noch nie gehört: Er macht einfach einen Bleichling (Menschen) platt … oder behauptet es zumindest. Aber lest selbst, was die drei Roboter eint und unterscheidet.

Die bewohnte Insel

Die Brüder Strugazki gehören zu meinen Lieblingsautoren. Viele Bücher haben die beiden Russen veröffentlicht und mir hat fast jedes gut gefallen. „Die bewohnte Insel“ gehört für mich dabei eindeutig zu den Highlights. Es ist der erste Roman einer Trilogie um den Raumerforscher Maxim Kammerer.

Maxim ist ein Mensch von der Erde. Er ist als Angehöriger der Gruppe „Freie Suche“ unterwegs im All, die neue Welten suchen – um das Wissen der Menscheit zu mehren und neue Kontakte zu knüpfen (falls intelligente Wesen dort leben). Er ist jung, gut ausgebildet und immun gegen alle möglichen Arten von Krankheiten. Er kann Radioaktivität verkraften, einen See unter Wasser durchqueren und Wunden heilen bei ihm in Nullkommanix. Wie die meisten jungen Menschen ist er voller Tatendrang und Entdeckergeist. Und er ist ein Kind seiner Zeit: Kriege sind ihm fremd, das menschliche Miteinander ist von Respekt und Harmonie geprägt. Und dann stürzt er mit seinem Raumgleiter auf den Planeten Saraksch. In ein Land, das von den Folgen eines Atomkriegs, Korruption und Völkerbeeinflussung bestimmt wird.

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Zeitreisende sterben nie

Zu Zeitreisen gibt es unzählige Science-Fictions. Ich finde sie alle spannend! Vor allen Dingen interessiert mich, wie das Thema „Zeitparadoxon“ angegangen wird. Auf den Punkt gebracht: Wie verhindert der Protagonist, dass er seine eigene Oma umbringt/schwängert/von Opa fern hält. Und bloß weil man zu den Dinosauriern reist, heißt das ja noch lange nicht, dass man Oma nicht ans Leder kann … wer weiß, wofür genau dieser eine Dino, den man geschossen hat, gut war. Hier also eine Variante, wie man verhindert, dass die Welt auf den Kopf gestellt wird.

Adrian Shelborne, genannt Shel, hat Physik studiert, landete in der PR-Abteilung einer Firma für Elektronikgeräte und hat einen erfolgreichen Physiker-Vater. Dieser Vater verschwindet eines Tages spurlos. Eine knappe Woche später meldet sich ein Anwalt und übergibt Shel ein Umschlag mit einem Schlüssel und einem Brief. Der Schlüssel gehört – natürlich – zu einem Postfach. Der Brief ist von Shels Vater und weist auf drei so genannte Q-Pods hin, die Shel sofort und ohne zögern vernichten soll. Was Shel – ebenfalls logo – nicht tut. Statt dessen daddelt er abends mit einem der Geräte herum, bekommt das Passwort heraus, gibt ein paar Zahlen ein und landet … woanders.

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